PES  PSE  SPE European Parliament rue Wiertz B 1047 Brussels

GEMEINSAM WERDEN WIR STRKER Fnf Verpflichtungen fr die nchsten fnf Jahre
Manifest der Sozialdemokratischen Partei Europas fr die Wahlen zum Europischen Parlament im Juni 2004 Beschlossen vom SPE-Kongress am 24. April in Brssel Die Europawahlen im Juni werden historisch sein. Zum ersten Mal werden Menschen aus 10 neuen Mitgliedstaaten an den in 25 Lndern stattfindenden Europawahlen teilnehmen. Die Mitglieder des neugewhlten Europischen Parlaments werden sich fr die Belange von 450 Mio Brgern einsetzen und dafr sorgen, dass die Europische Union ihren Bedrfnissen und Prioritten gerecht wird. Die Sozialdemokratische Partei Europas ruft alle Whler nachdrcklich zur Teilnahme an den Wahlen auf, um die Zukunft Europas zu gestalten. Den allen europischen Lndern gemeinsamen Problemen und Herausforderungen (wie Umweltthemen, Grenzkontrollen, grenzberschreitende Kriminalitt und Terrorismus) kann am besten auf europischer Ebene begegnet werden. Die Entscheidungen ber europisches Recht und den europischen Haushalt, die von den Mitgliedern des Europischen Parlaments (MdEP) in Brssel und Straburg getroffen werden, mgen weit weg erscheinen, aber sie wirken sich direkt auf die Arbeits- und Lebensbedingungen von uns allen aus. Eine Stimme fr die sozialdemokratischen Kandidaten ist eine Stimme fr eine Europische Union, in der soziale Gerechtigkeit in den Lndern mit Solidaritt zwischen den Lndern verknpft ist. Es ist eine Stimme fr eine starke, soziale Europische Union, die ihren Brgern und Brgerinnen wirtschaftlichen Erfolg und Sicherheit bietet: Eine Union, die in der Lage ist, sich den groen Herausforderungen der Arbeitslosigkeit, der sozialen Ungerechtigkeit, des internationalen Terrorismus und der Umwelt zu stellen. Die Sozialdemokraten eines jeden Landes treten ganz entschieden fr eine erfolgreiche und vereinte Europische Union als ein auf Partnerschaft und Rechtsstaatlichkeit beruhender Raum des Friedens und der Zusammenarbeit ein. Wir anerkennen auch, dass in vielen Politikbereichen die nationalen oder kommunalen Behrden besser geeignet sind, Manahmen zu ergreifen. Die Sozialdemokratische Partei Europas stellt ein Programm fr eine fortschrittliche Europische Union vor, die die Belange der Brger voranstellt. Wir verpflichten uns, unionsweit darauf hinzuwirken, dass alle Brger und Brgerinnen in den alten und neuen Mitgliedstaaten von der EU-Erweiterung profitieren. Wir machen den Whlern fnf Zusagen fr die kommenden fnf Jahre der
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Legislaturperiode des Europischen Parlaments:      Die Steigerung des Wirtschaftswachstums in Europa, die Armutsbekmpfung und die Schaffung von neuen und qualifizierteren Arbeitspltzen Die Europische Union den Brgern und Brgerinnen nher bringen Die Zuwanderung steuern und die soziale Integration weiterverfolgen Den Aufbau einer sichereren, nachhaltigeren, friedlicheren und gerechteren Welt Die Frderung Europas als Raum der Demokratie und Gleichberechtigung

1. Die Steigerung des Wirtschaftswachstums in Europa, die Armutsbekmpfung und die Schaffung von neuen und qualifizierteren Arbeitspltzen
Die Sozialdemokraten haben den ersten europischen Aktionsplan fr die Wirtschafts- und Sozialreform entworfen, den die EU in Gteborg erarbeitet und im Rahmen ihrer Lissabon-Strategie vor 4 Jahren angenommen hat, um die EU weltweit zur dynamischsten wissensbasierten Wirtschaft zu machen und bis 2010 ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum mit neuen und qualifizierteren Arbeitspltzen und grerem sozialen Zusammenhalt zu erreichen. Wir wollen dieser Strategie nun neuen Schwung verleihen. Zur Schaffung von mehr neuen hochwertigen Arbeitspltzen haben wir in unserem Arbeitsprogramm Momentum fr den Aufschwung in Europa, ffentliche und private Investitionsfrderung eine eingehende Strategie ausgearbeitet, die verstrkte Investitionen in Forschung und Technologie und die Frderung neuer Wachstumsbereiche vorsieht sowie mehr Gewicht auf moderne Bildungs-, Ausbildungs- und Schulungsmethoden und lebenslanges Lernen legt. Wir weisen die Versuche rechtsgerichteter Regierungen zurck, den LissabonProzess durch die Vernachlssigung der Zielsetzung im Sozialbereich auf Wirtschaftsreformen zu begrenzen. Wir fordern Manahmen zur Erfllung der sozialen und beschftigungspolitischen Ziele der Lissabon-Strategie, wobei besonderer Wert auf das Erreichen einer unionsweiten Beschftigungsrate von 70 % und einer 60prozentigen Arbeitsmarkt-Frauenrate bis 2010 gelegt wird. Hhere Beteiligungsraten werden uns auch bei der Bewltigung der durch eine alternde Bevlkerung verursachten demografischen Herausforderung helfen. Es ist fr die europischen Sozialdemokraten unerlsslich, dass die EU und die Mitgliedstaaten den Sozialstandards, insbesondere dem Ziel neuer und hherwertiger Arbeitspltze, Vollbeschftigung, sozialer Eingliederung, Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung hhere Prioritt einrumt. Wir mssen das europische Sozialmodell mit seiner Verbindung von Wirtschaftswachstum und angemessener sozialer Absicherung beibehalten, strken und modernisieren. Um eine gerechte Verteilung des Wohlstands zu gewhrleisten, mssen wir soziale Partnerschaften strken. Die finanzielle Leistungsfhigkeit muss mit den Sozialstandards bereinstimmen, um zu gewhrleisten, dass der faire Wettbewerb nicht durch Sozialdumping ausgehhlt wird. Wir sehen die Europische Union als Gemeinschaft, die auf den Grundstzen sozialer Marktwirtschaft und gegenseitiger Untersttzung zum Wohle aller beruht. Wir haben uns bereits fr europische Gesetze zur Frderung verbesserter Gleichberechtigung von Frauen und Mnnern am Arbeitsplatz ein- und
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durchgesetzt. Jedoch gibt es noch immer keine Einkommens- und Chancengleichheit. Es muss noch daran gearbeitet werden, dass Gleichberechtigungsgesetze in der Praxis auch befolgt und berufsttige Eltern ausreichend untersttzt werden. Die historische EU-Erweiterung um 10 neue Lnder im Mai 2004 wird den Lebensstandard der Brger und Brgerinnen in den neuen Mitgliedstaaten erhhen, den Handel beleben sowie unionsweit zu einem Zuwachs an Arbeitspltzen fhren. Wir verpflichten uns, auf eine effizientere und effektivere Verwaltung des EUHaushalts hinzuarbeiten. Finanzmittel sollten in fairer Weise von EU-Lndern und Brgern nach dem Solidarittsprinzip zwischen reicheren und rmeren Regionen aufgebracht werden. Fr die Erreichung der Ziele der EU und insbesondere damit die Erweiterung ein Erfolg wird, bedarf es ausreichender europischer Fonds. Wir sprechen uns fr die Reform des Stabilitts- und Wachstumspaktes aus, um Wachstum und Beschftigung zu frdern. Stabilitt muss als wesentliche Bedingung fr Wachstum angestrebt werden, nicht als Alternative zum Wachstum. Wir fordern die Reform der europischen Agrarpolitik zur Untersttzung lndlicher Entwicklung anstelle von Direktsubventionen fr Agrarprodukte. Es ist dringend erforderlich, dass durch die reformierte Agrarpolitik preisgnstige und hochwertige Lebensmittel produziert und dabei Umwelt, Landschaft und das Wohl der Tiere respektiert werden. Wir streben an:  Die Bereitstellung von EU-Fonds zur Arbeitsplatzbeschaffung.  Den Ausbau des europischen Sozialmodells und die Verteidigung der Rechte der Gewerkschaften.  Die Entwicklung einer europischen Finanzpolitik zur Frderung von Wachstum, nachhaltiger Entwicklung und Beschftigung in einer sozialen Marktwirtschaft.  Die Gewhrleistung kostengnstiger, zugnglicher und hochwertiger ffentlicher Dienste.  Die Erhhung der Beteiligungsrate von Frauen und die Beseitigung von Hindernissen, die den Frauen die Arbeitsaufnahme verwehren.  Die Einfhrung von Manahmen, um Frauen und Mnnern zu helfen, Berufsund Familienleben besser zu vereinbaren.

2. Die Europische Union den Brgern und Brgerinnen nher bringen
Die Europische Union muss dafr sorgen, dass die Brger und Brgerinnen nicht nur von ihren Beschlssen profitieren, sondern auch mitentscheiden. Gleichzeitig sollte unter Anwendung des Subsidiarittsprinzips die EU dort nicht eingreifen, wo nationale oder regionale Institutionen dafr besser geeignet sind. Bei den Verhandlungen des Konvents zur Zukunft Europas haben die europischen Sozialdemokraten eine ganz wesentliche Rolle bei der Ausarbeitung der Verfassung gespielt und dafr gesorgt, dass die wichtigsten Werte und Rechte darin enthalten sind. Die Europische Verfassung, einmal abgeschlossen und ratifiziert, muss die EU-Institutionen fr die Brger und Brgerinnen transparenter, rechenschaftspflichtiger und relevanter machen. Sie muss ihre Entscheidungen demokratischer und effizienter machen. Sie muss der Europischen Union auch eine
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klare und starke Stimme in der Welt verleihen. Eine Verfassung ist fr den Erfolg einer erweiterten EU unentbehrlich. Ihre Annahme sollte daher den europischen Regierungen eine Prioritt sein. In einer Europischen Union der Brger und Brgerinnen werden wir Manahmen fr eine hhere Lebensqualitt einbringen, insbesondere Rechte fr Gleichberechtigung von Frauen und Mnnern, Arbeitnehmerund Verbraucherrechte, Freizgigkeit, Lebensmittelsicherheit, gesunde Umweltbedingungen und Zugang zu Befrderungsmitteln. Die Bekmpfung der grenzberschreitenden Kriminalitt verlangt nach einem gemeinsamen Ansatz auf europischem Niveau. Aus diesem Grunde werden wir auf eine bessere europische Zusammenarbeit hinwirken, um die Gesellschaft fr den einzelnen frei und sicher zu machen. Die neue Bedrohung durch den internationalen Terrorismus hat ihre brutale Grausamkeit auf europischem Boden gezeigt. Sie gefhrdet die fundamentalen europischen Werte der Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit. Wir Europer mssen uns gegen jegliche Art von Einschchterung zusammenschlieen. Da kein Land geschtzt ist, bentigen wir zur Abwehr und Verringerung dieser Gefahr eine wirklich effektive Zusammenarbeit von europischen Polizei- und Sicherheitsbehrden. Die Politik der Europischen Union muss den kommenden Generationen Sorge tragen, indem sie auf die Prioritten der jungen Europer in den Bereichen Bildung, Informationstechnologie, Umwelt und kulturelle Vielfalt eingeht. Wir mssen auf dem Wissensstand und dem Erfolg der EU-Jugend- und Bildungsprogramme aufbauen. Wir untersttzen insbesondere den Bologna-Prozess, der die Schaffung eines Europischen Hochschulraumes bis zum Jahre 2010 zum Ziel hat. Es ist unsere Prioritt, die Bedingungen fr junge Leute auf dem Arbeitsmarkt, bei sozialer Eingliederung, sozialer Absicherung und anderen Politikbereichen zu verbessern. Wir streben an:  Die Annahme einer europischen Verfassung, die die EU den Brgern nherbringt.  Der Bekmpfung des Terrorismus durch eine effektive Zusammenarbeit von Justiz, Polizei und Sicherheitsbehrden hchste Prioritt einzurumen.  Die Verbesserung des Zugangs zur Informationstechnologie und die Garantie von Breitband-Internetzugang fr alle Brger und Brgerinnen bis 2012.  Die Verstrkung der rechenschaftspflichtigen europischen polizeilichen Zusammenarbeit durch Europol fr eine bessere Bekmpfung von grenzberschreitender Kriminalitt, Drogenhandel und Geldwsche.

3. Die Zuwanderung steuern und die soziale Integration weiterverfolgen
Wir wollen eine aktive, konsequente und gerechte Steuerung von Zuwanderung und Integration. Wir anerkennen den geleisteten, positiven Beitrag von rechtmigen Zuwanderern und untersttzen eine multikulturelle und tolerante Gesellschaft. Gleichzeitig mssen wir der illegalen Einwanderung entgegentreten und Menschenhandel und Ausbeutung ein Ende setzen. Wir weisen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, wo immer sie auftreten, aufs schrfste zurck. Wir wehren uns gegen Versuche rechtsgerichteter Krfte, mit dem Thema Einwanderung einen Keil in unsere Gesellschaft zu treiben und die Vielfalt
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und Stabilitt Europas zu gefhrden. Wir lehnen jegliche Zusammenarbeit mit rechtsextremen Bewegungen und Parteien ab. In Ergnzung nationaler Manahmen werden wir bei der Zuwanderung einen EUweiten Ansatz nach zwei Hauptkriterien suchen. Wir werden erstens eine aktive Politik der sozialen Eingliederung und Integration verfolgen. Die Mitgliedstaaten mssen Hand in Hand mit den rtlichen Behrden dafr sorgen, dass Zuwanderer in den Genuss aller zivilen und sozialen Rechte kommen, und dass die Zuwanderungsbewegungen gemeinsam gehandhabt werden. Zweitens werden wir zusammen mit fortschrittlichen Krften in anderen Lndern eine globale Entwicklungspolitik fr ein besseres Leben in den Herkunftslndern der Zuwanderer frdern. Die Frderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung in diesen Lndern und die Verbesserung der Lebensbedingungen mssen im Mittelpunkt der europischen Zuwanderungspolitik stehen. Die Europische Union muss weiterhin ein Zufluchtsort fr Opfer von Verfolgungen bleiben. Sie muss Asylsuchern vollen Schutz gewhren und gleichzeitig mit daran arbeiten, ungerechtfertigte Asylansprchen von Wirtschaftsflchtlingen zu stoppen. Wir streben an:  Die Entwicklung einer europischen Einwanderungs- und Asylpolitik mit gemeinsamen Standards fr Visumbestimmungen und Asylstatus.  Die Nutzung des europischen Sozialfonds, um eine Einwanderungspolitik einzufhren, die den Zuwanderern eine bessere Ausbildung und Einbindung in die Gemeinschaft ermglichen.  Die unionsweite Bekmpfung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit.  Die Erhhung des Lebensstandards in den Herkunftslndern der Zuwanderer durch internationale Organisationen und Kooperationsabkommen.

4. Der Aufbau einer sichereren, nachhaltigeren, friedlicheren und gerechteren Welt
Wir wollen eine starke Europische Union, die auf internationalen Foren mit klarer Stimme in Einklang mit dem Vlkerrecht und den Vereinten Nationen fr eine gerechte, bestndige und friedliche Welt eintritt. Wir brauchen eine Reform der Vereinten Nationen, um ihr eine grere Rolle bei der weltweiten Friedenssicherung und gemeinsamen Sicherheit zukommen zu lassen und sie reprsentativer zu machen. Die Europische Union muss bei der Schaffung eines effektiven Multilateralismus eine Vorreiterrolle spielen, um eine bessere Zusammenarbeit der Staaten bei Konfliktlsungen zu ermglichen und neuen Sicherheitsbedrohungen gemeinsam zu begegnen. Die Bekmpfung des internationalen Terrorismus wird nur dann erfolgreich sein, wenn wir bei seinen Ursachen anfangen. Wir sollten die Europische Sicherheits- und Verteidigungspolitik weiter zu einem glaubhaften Instrument der Konfliktverhtung und des Krisenmanagements ausbauen. Wir untersttzen die vom Rat 2003 angenommene europische Sicherheitsstrategie, die den Rahmen fr eine effektive Gemeinsame Auen- und Sicherheitspolitik schafft.

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Wir verpflichten uns, auf grere Stabilitt in Sdosteuropa hinzuwirken und die Orientierung nach Europa der aus dem frheren Jugoslawien hervorgegangenen Lnder zu ermutigen. Wir mssen unsere Partnerschaften mit unseren Nachbarn der nrdlichen Dimension ausbauen und den Barcelona-Prozess mit unseren Partner aus dem Mittelmeerraum neu beleben. Unsere Werte der Menschenrechte und Demokratie drfen nicht an unseren Grenzen halt machen, sondern mssen auch ber unsere neue Ostgrenze hinaus gefrdert werden. In Zusammenarbeit mit anderen fortschrittlichen Krften in der Welt haben wir neue Manahmen vorgeschlagen, um die globalen Herausforderungen, insbesondere die Internationalen Entwicklungsziele, die sogenannten Milleniumziele der Vereinten Nationen zu bewltigen. Teil dieser Manahmen sind ein Handel, der den Entwicklungslndern insbesondere fr Agrarprodukte fairen Zugang zu unseren Mrkten gewhrt, Hilfe bei der sozialen Entwicklung insbesondere im Gesundheits- und Bildungsbereich, hhere soziale Standards und greres Augenmerk auf nachhaltige Entwicklung. Wir werden uns verstrkt bemhen, die Armut in der Welt zu bekmpfen, den Entwicklungslndern die Schulden zu erlassen. Wir werden auch den weltweiten Kampf gegen AIDS und andere armutsbedingte Krankheiten intensivieren, indem wir fr den Zugang zu kostengnstigen Verhtungsmethoden und Medikamenten fr Suchtbehandlung eintreten. Um diese Ziele zu erreichen, mssen wir gewhrleisten, dass sie in vollem Mae von internationalen Organisationen wie der Welthandelsorganisation, der Weltbank und dem Internationalen Whrungsfonds untersttzt werden. Wir werden uns fr eine fortschrittliche Globalisierung einsetzen, bei der nicht nur das Handelsvolumen mit den Entwicklungslndern vergrert wird, sondern auch die Demokratie, die Menschenrechte und der Umweltschutz in diesen Lndern gefrdert werden. Die EU muss ihren Teil dazu beitragen, berall gute Unternehmensfhrung und soziale Verantwortung des Handels zu garantieren. Wir wollen uns an die in Kioto eingegangenen Verpflichtungen halten, den Aussto von Treibhausgasen zu verringern und anschlieend ehrgeizigere Ziele fr die Klimastabilitt zu entwickeln. Um weltweit Nachhaltigkeit zu frdern, werden wir darauf einwirken, den bermigen Verbrauch natrlicher Ressourcen, insbesondere fossiler Brennstoffe durch zukunftsfhigere Alternativen zu ersetzen. Wir streben an:  Eine Verstrkung der UN und ihrer Institutionen und Verbesserung der Zusammenarbeit.  Die Verbesserung der Europischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik bei Konfliktverhtung und Krisenmanagement.  Den Einfluss der EU fr die Wiederaufnahme und den Abschluss der Welthandelsgesprche zu nutzen, um einen fairen Welthandel zu frdern.  Die Abschaffung von Exportquoten und -tarifen aus Entwicklungslndern und die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik.  Die Gewhrleistung, dass bei unserer Entwicklungspolitik der Umweltschutz und seine Nachhaltigkeit Prioritt hat.  Auf bereits erfolgten Anstrengungen im Bereich der Umwelt und der sozialen Verantwortung des Welthandels aufzubauen.

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5. Die Frderung Gleichberechtigung

Europas

als

Raum

der

Demokratie

und

Die Europische Union, wie wir sie sehen, grndet auf Demokratie, Gleichberechtigung, Achtung der Menschenrechte, Vielfalt und Rechtsstaatlichkeit. Aus diesem Grunde treten wir fr die Charta der Grundrechte und ihre Aufnahme in die Verfassung ein. Wir sollten diese Werte auch ber die Grenzen der EUMitgliedstaaten hinaus vertreten. Wir treten fr eine verstrkte Rolle des Europischen Parlaments als direkt gewhlte Stimme der europischen Brger und Brgerinnen ein. Fr uns Sozialdemokraten ist die Gleichberechtigung einer der wichtigsten Werte: Es gibt keine Demokratie ohne Gleichberechtigung. Wir sind gegen jegliche Art von Diskriminierung, einschlielich der durch Rasse, Religion oder Glaube, Geschlecht, Behinderung, Alter oder sexuelle Orientierung begrndeten. Demokratie wird durch Betrug und Korruption ausgehhlt und wir werden letztere dort ausmerzen, wo immer sie auftreten. Wir sind gegen Medienkonzentration und die monopolistische Kontrolle der wirtschaftlichen und politischen Macht. Wir werden nach wie vor auf weitere Reformen der EU-Institutionen drngen. Wir werden uns fr Offenheit und Transparenz einsetzen, mit einer soliden Finanzverwaltung, offenem Wettbewerb und "value for money" in der Europischen Kommission. Wir streben an:  Die Verstrkung der Rolle des Europischen Parlaments als demokratische Willensuerung der europischen Brger und Brgerinnen.  Die Frderung der Gleichberechtigung und Bekmpfung aller Formen der Diskriminierung.  Die Verstrkung von Allianzen gegen rechtsextreme Krfte und die Aufforderung an andere Parteien, insbesondere an die, die der rechtsgerichteten Europischen Volkspartei (EVP) angehren, dem Beispiel aller europischen sozialistischen und sozialdemokratischen Parteien zu folgen und die EU-Charta fr eine nichtrassistische Gesellschaft zu unterzeichnen.  Die Aufstockung und Verbesserung der Effizienz des Europischen Amtes fr Betrugsbekmpfung, um ein frhzeitigeres Einschreiten bei Problemfllen zu garantieren.

Ihre Stimme zhlt
Die Sozialdemokratische Partei Europas ruft alle Whler auf, an den Wahlen im Juni 2004 teilzunehmen und fr unsere Zukunftsvision zu stimmen. Europa wchst. Gemeinsam knnen wir es strker machen. Europa braucht Ihre Stimme.

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Die Sozialdemokratische Partei Europas besteht aus 28 sozialistischen, sozialdemokratischen und Labour-Parteien aus 25 Mitgliedstaaten und Norwegen, sowie aus 13 assoziierten und Beobachterparteien. Zu ihren Partnerorganisationen zhlen ECOSY (Junge Europische Sozialdemokraten) und der Stndige Frauenausschuss der SPE. Sie sucht nach gemeinsamen Strategien und koordiniert politische Positionen. Das Manifest gibt einen berblick ber unsere Leitstze und Politik. Zudem sind eine Reihe ausfhrlicher politischer Positionspapiere verfgbar: - Europa und eine neue Weltordnung - das globale Geflle berwinden - Europa 2004 - Die Zukunft verndern (politische Erklrung der hochrangig besetzten SPE-Gruppe zur Globalisierung) von Poul Nyrup Rasmussen, ehemaliger dnischer Ministerprsident Mai 2003 Europas neue Nachbarn - Eine Strategie fr die europische Auenpolitik nach der Erweiterung von den stellvertretenden SPE-Vorsitzenden Rudolf Scharping und Jan Marinus Wiersma Mrz 2004 Anerkennung der neuen Verfassung: Demokratie und Transparenz vom stellvertretenden SPE- Vorsitzenden Giuliano Amato

April 2004

-Frderung von Investitionen, nachhaltiger Entwicklung und Vollbeschftigung -Momentum fr den Aufschwung in Europa, ffentliche und private Investitionsfrderung von Poul Nyrup Rasmussen, ehemaliger dnischer Ministerprsident 2003/2004 Das Volk der Roma: Diskriminierung und Ausgrenzung vom stellvertretenden SPE- Vorsitzenden Jan Marinus Wiersma Die Steuerung von Zuwanderung und Integration von Anna Terrn i Cus, MdEP

November 2003

Mrz 2004

Die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik und Lebensmittelsicherheit vom stellvertretenden SPE- Vorsitzenden Henri Nallet, Willi Grlach, MdEP & Frans Timmermans, MP November 2002 Das Grundsatzpapier der SPE-Arbeitsgruppe ber nachhaltige Entwicklung von Gran Persson, schwedischer Ministerprsident Mrz 2002 Transatlantischer Dialog: Aufbau weltweiter Allianzen fr das 21. Jahrhundert von SI-Prsident Antonio Guterres und dem SPE-Vorsitzenden Robin Cook Mrz 2004
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Die Europische Union fr eine sicherere Welt von SPE-Berichterstatter und ehemaligem Verteidigungsminister Alain Richard April 2004 Das Statut der Europischen Parteien: Die Strkung der Sozialdemokratischen Partei Europas von SPE-Schatzmeister Ruairi Quinn und Generalsekretr Antony Beumer April 2004 Diese Positionspapiere knnen zusammen mit den nationalen Manifesten der SPEParteien auf der SPE-Internetseite -- www.pes.org abgerufen werden. Zustzliche Papiere sind auf der Internetseite der SPE-Fraktion verffentlicht: www.socialistgroup.org

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